Mittwoch, 11. Oktober 2006

OH MEIN GOTT!!!!!

Ich schalte gerade das ein, was ich eigentlich nie einschalte...

... wollte einfach nur den Abend friedvoll und bettgeneigt beenden...

... und sehe in der ARD den Beginn eines Beitrages, betitelt Görings letzte Schlacht

Gestattet mir bitte, zuzugeben, dass ich erst einmal mental kräftig gekotzt haben musste. Und zwar exzessiv.

Verd... nochmal. Die Nummer mit der "letzten Schlacht" - das ist eine sch... Heroisierung, die in allen Zeitaltern aus den Protagonisten, die damit in Zusammenhang gebracht wurden - sei es denn, durch Legendenbildung oder einfach auch nur durch schlichte Titelisierung (falls dieses Wort nicht im Duden stehen sollte - ich verstehe darunter die Verwendung von etwas im "Titel" von etwas - sei es ein Beitrag, eine Reportage oder ein verd... schlecht gemachtes Feature )...

... eine Heroisierung, die immer zu auch zu einer Glorifizierung...

... ja, der, der da genannt wurde, kämpfe eine Schlacht - somit ist er doch ein Held, oder?

UND GENAU DAS ist mein Problem mit dem Wort SCHLACHT!

Sorry folks, aber...

... ich will gerade nur noch kotzen. "Görings letzte Schlacht" Super, ARD. Die Quote sollte stimmen. UND...

... ich spreche nicht davon, wie der Beitrag geartet ist. Ich spreche auch nicht davon, welch geschichtliches Verständnis den redaktionellen Bemühungen innewohnte...

... aber der Titel ist einfach sehr, sehr schlecht gewählt. So etwas würde ich eigentlich erwarten tun von ...

... Rechten Pocken!

Verd... noch mal! Ich finde es gut, sich nach wie vor mit der rechtsradikalen Vergangenheit des deutschen Volkes auseinanderzusetzen. Aber im Sinnne der Quoten-Geilheit zu solchen Titeln zu finden...

... das finde ich leider und überhaupt und sowieso: NICHT GUT!

Ich bin empört. Moralisch. Und auch völkisch! (Wenn dies ein Wort sein sollte, das unter moralischen Gesichtspunkten heute noch verwendet werden darf).

Und zum Abschluss kann ich einfach nur noch zitieren. Eine Berliner Band aus den 80ern...

.. sie nannten sich Vorkriegsjugend und hatten auf ihrem einzigen Longplay einen Song namens "Die letzte Schlacht" - einen Song, dessen Text sarkastisch-zynisch zu verstehen ist (an der politischen Links-Orientierung der Gruppenmitgliedern bestand&besteht kein Zweifel!)

Fern von der Heimat
der Stolz der Nation
die tapferen Soldaten
von der 8. Division
für Ehre und Fahne
ziehn sie in den Krieg
Sie singen frohe Lieder
und träumen schon vom Sieg

Auf zur letzten Schlacht
Tod und Wahnsinn regiert die Nacht
Auf zur letzten Schlacht
Frau und Kind wird kaltgemacht
Auf zur letzten Schlacht
Soldaten sterben heldenhaft
Aufzur letzten Schlacht
kämpfen für des Fürhers Macht

Die Panzer rollen
Gegenwehr nicht viel
der Feind muß fallen
heißt das oberste Ziel
die Hauptstadt vernichtet
der Führer erfreut
das Land steht in Flammen
und der Endsieg ist nicht mehr weit

Die 8. Division
einst der Stolz der Nation
der Traum vom Sieg
ist längst vorbei
die tapferen Soldaten
ohne Nachschub allein
verurteilt zum Sterben
und wer wird der Letzte sein

Rückzug von der Front
rette sich wer kann
vom Stolz der Nation
gibts nur noch 16 Mann
der Rest krepiert
verungert, verbrannt
abgeschlachtet und verfault
für das Vaterland

Auf zur letzten Schlacht!


DAS ist so ziemlich alles, was mir zu dem Thema SCHLACHT noch einfallen möchte. Und eine Doku über Göring unter dem Titel Görings letzte Schlachtgehört für mich nicht dazu.

Und ich mag auch nicht den billigen Wortfamilien-Spass von wegen Schlacht vs. Schlächter zu befürworten.

Sch...!

In diesem Sinne. Gehabt euch wohl.

Say more and type less

Das, geneigte Leserschaft, ist der Slogan von Bartels Media für ihr kon-ge-niales Produkt Phrase Express.

Schon mal den Begriff "Textbaustein" vernommen? Dunkel war's ans Ohr gekommen...

... möchte ich mal vermuten. Nun denn, der Phrasen-Schnellzug vom Bartel...

... hmm - vorher muss ich erst einmal ein klein wenig abschweifen und sehr, wirklich sehr, ganz arg und toll sehr sogar loben tun, wie hier das Auslassungszeichen NICHT verwendet wurde. Hach ja... vielleicht sollte ich diese Beispiel mal sammeln tun. Ich mein, viel zu tun, wäre da wohl nicht gerade, also so ein kleiner und ganz netter Zeitvertreib könnte das sich so sein tun...

... aber Schluß mit dem Abschweifen. Zurück zur Sache. Besides all honr, die ich Bartel für die Sache mit dem Auslassungszeichen gerne gewähren mögen tu getan haben sein werde...

... oder so: abseits davon bin ich disgusted! Textbausteine an sich ist eine Phrase, die schon sehr gedroschen daher kommen tut. Textbausteine per Phrasen-Schnellzug automatisch bzw. per Knopfdruck überall rein-zu-dreschen....

... nichts gegen ein MfG das sich auflösen und umwandeln tut in...

... ihr wisst schon. Ich hab den Phrasen-Drescher nicht bei Hand, deswegen spar ich mir die Schreiberei. Aber das geht ja noch weiter. Nicht nur Redewendungen, ganze Briefe (das ist sowas, was man vom Finanzamt bekommen tut, weil die keine Mails verschicken tun) - ganze Briefe kann man da automatisch per einem Knopfdruck machen. Wie gesagt: blubber mehr und tippse weniger.

Mal ganz abgesehen davon, dass ich das einerseits gar nicht so schlecht finde, weil ich mich heute schon auf die Fundstücke freuen tun kann, wo die Nummer mit den automatsch-eingeflatscht-Bausteinen daneben gehen wird...

... weil der Mensch träge ist und gut...

... und wenner dann zum eine-Taste-drücken-reich-Tipper degradiert wurde (bei gleichzeitigem Lohnausfall), dann passter oder passtse nich mehr so uffe...

... und dann isset malheur passiert. Gewesen getan und sein werden. Wie gesagt: mal abgesehen davon, finde ich das ganze andererseits sehr sehr traurig. Ich mag die Vorstellung, dass da jemand, der mir was geschrieben hat, das auch geschrieben hat. Er also wirklich Zeit für mich verwendet / auf mich verwendet / für mich verschwendet / geopfert und bewusst getan...

... hat. Und nicht einfach nur den Phrasen-Express zum Dreschen derselben angeworfen hat.

Aber ich bin auch Realist. Und von daher gehe ich davon aus, dass der Phrasen-Schnellzug wie einstens Woody Woodpecker über die Prärie durch die Büros und Tastaturen der Nationen jagen und eilen wird, sich siegeszugsartig verbreiten wird und überhaupt...

... und deswegen verstehe ich auch den Spruch "Der weiss schon, wo der Bartel den Most herholt" noch einmal mehr (die fehlende Dialektfärbung bitte ich zu entschuldigen - aber das Ösi-Deutsch liegt mir nicht so).

In diesem Sinne. Gehabt euch wohl. Und seid versichert: in diesem Beitrag wurden KEINE Textbausteine verwendet.

Alles, was man über einen Film sagen kann

Man kann viel über einen Film sagen. Gutes. Schlechtes. Man kann den Film als Ganzes lobpreisen. Man kann sich in kleinen Kleinigkeiten, feinsten Details des Skriptes, der Kameraführung, Ton, Licht, die Regiearbeit an sich und überhaupt...

... man kann so viel über einen Film sagen.

Aber noch nie wusste ich etwas so charmantes über die Besetzung der einzelnen Rollen zu sagen...

... insbesondere der Nebenrollen. In "Black Dahlia" von Brian de Palma. Im Nachspann werden sie erwähnt. Alle beide. Die Bardamen aus den beiden Damen-Lokalitäten. Laverne-Bartender und Frolic-Bartender.

Frolic Bartender wird von Claudia Katz gespielt.

Und das...

... kann man so wahrscheinlich nur für einen Film sagen. Ich find's...

... charmant.

In diesem Sinne. Gehabt euch wohl.

Wieder nicht von mir

... aber sehr schön, weshalb ich es hier niederschreiben tu. Mehr davon bei 3. Wahl

UNSCHREIBBAR

Das Lied, das sich nicht schreiben lassen wollte
Das summe ich nun leise vor mich hin
Es hatte sich verkrochen es hatte sich versteckt
Sich vergraben in dem letzten Winkel von meinem Gehirn
Doch es fühlte sich zu sicher hat den Kopf herausgesteckt
Nur einen winzigen Moment und dabei hab ich es entdeckt
Und ich hab es an den Ohren herausgezogen
Es wehrte sich noch kurz hat sich gewunden und gebogen
Doch es half ihm kein weh und kein ach
Und nach einem kurzen Kampf da gab es endlich nach
Und nun summe ich ganz leis in mich hinein
Es ist schön der Gewinner zu sein

bild-bar

so mag ich gesehen werden, wenn ich entspannt durch's hier und jetzt mich bewege

bar-des-wissens

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