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Kleine Augenblicke analogen Glückes!

Irgendwann in den 80ern - Ende der 80er müsste&und/oder&könnte es wohl gewesen sein, erstand ich einen Lenco L450. Es war die Zeit, in der auch ich irgendwie auf den CD-Trip gekommen gewesen war da doch alles so digital und so digiwahn und so digisüpperdüpperüberkübel...

... aber mein alter, mein erster Technicsplattenspieler den Geist aufgab und ich an Ersatz zu denken haben tat...

... und immerhin bekam ich den Lenco. Den Lenco , komplieht autt off order des Zeitgeistes für fast lächerliche 400 Teutsche Mark. Mein alter Technics Amp hingegen mochte den Lenco nicht wirklich. Was mich dazu brachte, über ein Ihmpruhfmentt nachdenken zu tun. Da in diesen Tagen der loukähl Unterhaltungselektronik-Diehler noch ein Vorführstudio sein eigen nannte, bin ich also mit besagtem Lenco hinein und habe Verstärker ausprobiert. Und fand...

... den NAD 3240PE. Wow. Wottaschitthell of Ixsaitmengg! Der war's. Der musste her. Und zusammen mit meinem alten Sennheiser HD 540 ein einzigartiges Klangerlebnis. Welche Dynamik. Welche Impedanz. Welche Natürlichkeit des Klanges...

... aber ähs taims gou bai... alles geht mal vorüber. Der Sennheiser war sich irgendwann am verabschieden. Erst nur die Optik. Dann die Watte der Umrandung. Dann - und leider - die Klangreinheit. Der Klirrfaktor immer mehr.

Egal. Es gab und gibt ha noch die Boxen. Hans Deutsch. Leider auch schon lange bankrott. Aber seine Erzeugnisse immer noch ein wahrhaft reiner Genuss. Akustischerseits. Nur...

... laut war schwer. Zu ertragen. Für die Nachbarn. Unter mir. In nicht nur einer Wohnung, in der ich mich wohnhaft zu fühlen versuchte.

Und... ich gestehe es ungern. Aber dennoch. Ich wurde älter. Die Wohnungen grösser. Der Weg zum NAD immer weiter. Um...

... die Lautstärke zu verändern. Immer aufstehen. Gehen. Lange Wege. Gehen. Drehen. Zurück. Gehen. Und...

... im Zweifel den Vorgang wiederholen. Letztes Jahr dann: der NAD C372. Mit Fernbedienung. Ein grosses Erlebnis. Dummerweise zuerst an CD getestet. Und auch ein grosses Erlebnis. Getestet darauf an SuperCD und an DVD. Aber Vinyl? Vom guten alten Lenco (mittlerweile mit der 5. Ortofon-Erneuerung)... äh ja. Na ja. Spass sieht anders aus. Verzückung auch. Nicht nur, weil ich mich nach dem Kauf erst einmal gezwungen sah, noch einen Vinyl-Vorverstärker zusätzlich erwerben zu tun. Weil der NAD C372 keinen solchen mehr automatisch integriert aufzuweisen tun vermochte.

Meine These? Der NAD C372 war gebaut. In den Tagen. Wo Vinyl. Tot. Und toter als tot. Für all die unglorreichen Produktstrategen der unterhaltungselektronikproduzierenden Industrie angesehen worden getan war. Es klang OK. Aber mehr auch nicht. Aber egal... nicht wirklich. Und dennoch...

... der Preis der Bequemlichkeit. Lasse mer de Dom wo de Kardinal ihn habbe mecht und mache mer kan Heckemecke. Doch...

... wieder der Preis der Mietwohnung. Und die Kopplung des maroden Sennheiser HD540 mit der Vinylarmut des NAD C372. Lange gesucht. Nie gefunden. Dann gefunden. Als ich nicht gesucht. Der Sennheiser RS145 stand ins Haus. Kabellos. Und tadellos. Welches Frequenzspektrum. Welche Impedanz. Welche Dynamik. Grossartig. Bei CD. Bei SuperCD. Bei DVD.

?

Genau. Das Problem des Verstärkers, gebaut zur Optimierung der digitalen Outputs von allem möglichen - selbst mp3... aber Vinyl? Sozusagen eine no-go-zone für den. Da. Und überhauptZ.

Heute dann endlich die Konsequenz. Seitdem stehen zwei Endverstärker im Wohnzimmer. Denn der NAD 3240PE ist zurück. Thront auf dem NAD C372. Angeschlossen der Lenco. Und der Sennheiser. Und ich...

... bin wieder in den 80ern. Purer Klang. Grossartiger Klang. Gänsehautmachender Klang.

Das sind seit ein paar Stunden kleine Augenblicke analogen Glückes. Und der Bequemlichkeit ist auch Genüge getan. Als Sahnehäubchen sozusagen. Denn hat doch der Sennheiser eine eingebaute Lautstärkekontrolle. EU-norm-unkonform. Sprich: if you want LAUT. You get it.

Der Soundtrack des heutigen Abends dementsprechend oultskuhl-laihk: Rainbow's Debüt, France Gall's 88er Live, Fleetwood Mac und Queen's Jazz. Scherben aus der Zeit, als die Klangkunst nicht darin bestand, alles auf Anschlag zu hieven. Und den Krach zur Kunst zu erklären - wenngleich ich hier Madball, Agnostic Front und Blood for Blood latürnicherweise aussen vor. Nehmen&und/oder&lassen tun tue.

In diesem Sinne. Gehabt euch wohl.

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